Der deutsche Film ist oben angelangt auf dem Filmgipfel. Das belegen nicht nur die enormen Besucherzahlen gerade bei deutschen Produktionen. Das zeigt sich auch daran, dass deutsche Filme mittlerweile vorne mit dabei sind, wenn es um den Oscar geht – mittlerweile haben wir mit "Das Leben der anderen" sogar wieder einen Gewinner in der Kategorie "Bester ausländischer Film".
Der deutsche Film ist aber nicht nur bei den Großproduktionen spitze, sondern er ist es vor allem auch im Nachwuchsbereich. Denn von dort kommen die hoch qualifizierten und ausgezeichneten Schauspieler und Regisseure, die den Ruf des deutschen Films so nachhaltig vorangebracht haben.
Ich freue mich, dass wir gerade auch in Bayern eine Talentschmiede für die Förderung des Filmnachwuchses haben. Seit 2003 findet in Oberstdorf der Filmgipfel statt – und mittlerweile ist er zu einer festen Institution geworden. Auch in diesem Jahr gibt es wieder hervorragend gemachte und innovative Filmbeiträge zu sehen. Dabei haben die jungen Filmschaffenden die Möglichkeit, ihre Werke einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Für die besten Beiträge gibt es einen Preis, den sich jeder wünscht, dessen Leidenschaft dem Filmemachen gilt: Die Sieger können ein Praktikum bei echten Profis in der Filmwirtschaft machen und gewinnen so einen realisti-schen Einblick in die professionelle Produktion von Filmen.
Vielleicht gelingt es ja dem einen oder anderen Teilnehmer, später einmal in die Fußstapfen seines Profi-Vorbildes zu schlüpfen. Noch wichtiger ist für mich aber die Tatsache, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Oberstdorfer Filmgipfel die Gelegenheit haben, ihre Talente weiterzuentwickeln, sich gegenseitig auszutauschen und Freundschaften zu knüpfen, die über die eigene Schule hinausgehen. Auf diese Weise trägt der Oberstdorfer Filmgipfel auch zur Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler bei.
Zudem unterstützt diese Veranstaltung auf wertvolle Art und Weise die Arbeit unserer Schulen, die den Kindern und Jugendlichen die "Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne" vermitteln wollen, wie es Artikel 131 der Bayerischen Verfassung als eines der obersten Bildungsziele und als Auftrag an die Schulen in Bayern formuliert.
Das Engagement aller Verantwortlichen und Aktiven des Oberstdorfer Filmgipfels will ich deshalb ausdrücklich hervorheben. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass sich dieses Filmfestival in nur wenigen Jahren zu einer echten Erfolgsgeschich-te entwickelt hat. Mein Dank geht an das Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium für die Ausrichtung des Filmgipfels, hier vor allem an den Filmclub unter der Leitung von Heinz Düwell. Und ich danke allen Sponsoren und Unterstützern für die hervorragende Zusammenarbeit.
Zum Schluss wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Erfolg, den sie sich für ihre Wettbewerbsbeiträge selbst erhoffen. Ich wünsche allen Filmschaffenden und auch den Veranstaltern einen spannenden und unterhaltsamen Filmgipfel – und darüber hinaus viele gute Ideen, damit wir auch in der Zukunft noch viel hören von den Oberstdorfer Filmschaffenden.
München im Oktober 2008
Bernd Sibler
Staatssekretär im
Bayerischen Staatsministerium
für Unterricht und Kultus